Ein Resümee der Technik-Gruppe

von Haro

Ein Beitrag von Lena Wetenkamp, Raphael Thörmer, Daniel Manner und Sebastian Schmidt

Der letzte Vortrag ging zu Ende und von allen Organisatoren und studentischen Helfern fiel ein enormer Druck ab. Dies galt auch für die Technikgruppe. Ein Team aus acht Studenten(innen) das es ermöglichte 70 Vorträge ohne größere Probleme über die Bühne zu bringen. Es gab kaum nennenswerte Pannen und die Wenigen wurden schnell behoben. Nachdem wir nun stolz behaupten können gute Arbeit geleistet zu haben, dachten wir uns es ist an der Zeit uns zu melden. Als unterhaltsamer Blog gedacht, der aufzeigen soll wie viel Arbeit in dem Kongress steckte und um zukünftigen Organisatoren, vergleichbare Probleme vielleicht im Voraus zu ersparen.

Die Technikgruppe wurde erst gegen Mitte des Sommersemesters gegründet und bestand aus acht Leuten, die bereits in zwei weiteren Gruppen fleißig mitwirkten. Diese nun dreifache Belastung äußerte sich auch bei der Terminfindung für gemeinsame Treffen, wie z.B. für Raumbegehungen und Ähnliches. Nach mehreren Wochen des Organisieren von Laptops, Kabeln, Software, Ersatzgeräten etc. und mehrfacher Begehung aller Hörsäle ging es nun ans Eingemachte: Die Technik jeden Raumes musste durchgetestet werden, was so zeitaufwändig war das die restlichen 35 Leute den Großteil der Kongressvorbereitungen trafen, während wir in P1 bis P4 alles auf Herz und Nieren testeten. So richtig fertig wurden wir damit auch erst am Samstag vor dem Kongress. Auf uns allen lastete ein enormer Druck da die Technik auf einem Medienkongress eine besondere Rolle spielt. Dementsprechend mit Lampenfieber gingen unsere Techniker in jeden Vortrag, immer mit dem Wissen gut vorbereitet zu sein aber letztlich keine Sicherheit zu haben, dass alles reibungslos funktioniert.

Was es auch dann nicht immer tat. Wie man schnell merken konnte hatte manche Technik ihre Eigenarten. Besonders im Hörsaal P3, dessen Technik noch kurz vor Kongressbeginn ausgetauscht wurden war, gab es Probleme, so mochte vor allem der Beamer es gar nicht, dass er nun arbeiten sollte und ging zweimal in Streik. Der erste Ausfall kurz vor Vortragsbeginn sorgte für leichte Verspätungen, so konnte der Ersatzbeamer zwar recht schnell aufgebaut werden, leider war das Stromkabel aber zu kurz. Auch hier arbeiteten wir jedoch sehr gut Hand in Hand und dadurch war das Problem schnell gelöst. Anscheinend schmollend dadurch, dass der Beamer es nicht geschafft hatte mit seinem Totalausfall für eine größere Störung zu sorgen, meldete er sich am letzten Kongresstag noch mal kurz mit einer Abschaltung, sprang dann jedoch gleich wieder an und hörte auf rumzuzicken. Für leichte Heiterkeit sorgte die auf Pressekonferenzen ausgerichtete Mikrophonanlage bei den Diskussionen in P1, so konnte nur ein Mikro auf einmal aktiv sein und musste vom Redner, wenn er fertig war, wieder ausgeschaltet werden - was natürlich nicht konstant reibungslos funktionieren konnte. Insgesamt jedoch kann man der Technik keinen Vorwurf machen, auch ihr muss es erlaubt sein sich kleine Patzer zu leisten, schließlich ist auch sie ja nur ein Mensch.

Raphael Thörmer war hauptsächlich in der studentischen Sektion des Kongresses tätig und sieht in dieser etwas Besonderes: Es gehöt sicher schon eine Portion Mut dazu, dass selbst Studierende, zwar in einem höheren Fachsemester, parallel zu den “Schwergewichten” des Faches, ihre Forschungsergebnisse in Vorträgen zum Besten geben. Somit konnte man als Technik-Verantwortlicher schon ein wenig beruhigter in die Sektion starten, um die Vorbereitungen zu treffen. Denn ein lockeres “Ach du bist der Techniker, dass ist ja mal cool, klasse!” nimmt einem schon ein wenig die Nervosität. Das soll aber einem nicht den Glauben schenken, man hätte es als Techniker in einer studentischen Sektion einfacher und es würde reichen den Vortragenden zu zeigen, wie man Folien auf einen Overhead-Projektor legt. Ganz im Gegenteil: Präsentationen von Notebooks transferieren, Video-Dateien vorbereiten und DVD’s bereithalten, gehörte in dieser Sektion zur Selbstverständlichkeit. Mancherlei Situation stellte sich dabei sicherlich als ein wenig “tricky” dar, denn man rechnet nicht gerade damit, dass sich bei der Anmoderation zur Sektion der Beamer abschaltet und man als “professioneller Techniker” in wenigen Sekunden improvisieren muss, um alles wieder zum Laufen zu bekommen. Aber ein abschließendes “Vielen herzlichen Dank an unseren Techniker Raphael” zeigt, dass wohl doch alles zur Zufriedenheit der Referenten gelaufen sein muss (ja! auch der Beamer war innerhalb von 20 Sekunden wieder in Betrieb). Eine Sache hat die studentische Sektion doch am Ende bewiesen, nicht nur die Vorträge konnten sich mit denen erfahrener “Fachschwergewichten” messen lassen, der Umgang und der Einsatz von Film-Medien und toll gestalteten Powerpoint-Präsentationen hat gezeigt, welche Wege für wissenschaftliche Vorträge in Zukunft gegangen werden. Umso toller ist es, dass der professionelle Umgang mit Medien, gerade von Studierenden, bei einem Medien-Kongress vorgelebt wurde.

Fazit: Im Nachhinein kann man festhalten, dass wir wegen des medialen Themas mit erheblich mehr Medieneinsatz gerechnet hatten. Doch es war auch in einigen Sektionen deutlich zu merken, dass die vorhandenen Möglichkeiten ein Thema multimedial zu vermitteln bis ins letzte ausgeschöpft wurden und parallel mit Powerpoint, DVD und Rückgriffen auf das Internet gearbeitet wurde, was vom Publikum auch sehr gut angenommen wurde. Bei diesen Beiträgen konnte man sehen, dass sich die Volkskunde mittlerweile nicht nur verstärkt medialen Themen zuwendet, sondern auch viele ihrer Vertreter wissen, wie man eben diese Medien zur Wissensvermittlung nutzen kann. Dies wird unserer Meinung nach auch das nach außen getragene Bild dieser Wissenschaft auf eine positive Weise verändern.

Datum: Sonntag, 7. Oktober 2007, 19:16 Uhr
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