Bettenbörse - zu Gast in Mainzer Wohnungen
von Anne
Ein Beitrag von Alina Bracker
Was passiert, wenn das Eigene und das Fremde plötzlich zusammen treffen? Das konnten einige Mainzer Studierende herausfinden. Im Rahmen der Bettenbörse boten einige Mainzer einen Schlafplatz für angereiste studentische Kongressbesucher aus der ganzen Republik an - frei nach dem Motto der WM 2006 “Zu Gast bei Freunden” hieß es nun: “Volkskundler zu Gast bei Freunden”.
Doch all zu viel Gastgeber konnten die Mainzer beim besten Willen nicht sein, denn während der für sie sehr zeitintensiven und anstrengenden Kongresstage kam es nicht selten vor, dass die Gäste sich zu später Stunde den Weg zur Wohnung selbst suchen mussten oder sich allein in den Wohnungen befanden. Dem “Fremden” einen Wohnungsschlüssel zu geben und ihn allein in der Wohnung zu lassen kostete einige Überwindung und eine große Portion “blindes Vertrauen”, war aber bei vielen Gastgebern praktisch nicht anders möglich. So sah man seinen Gast selten und es blieb nur noch die Kommunikation über kleine Zettelchen, mit Sätzen wie: “Bin schon weg, sehen uns hoffentlich später auf dem Kongress!”
Eine taktische Frage brachte die Mainzer allerdings ins Grübeln: “Wie frage ich meinen Gast möglichst taktvoll, ob er mir die Übernachtungsgebühr bezahlt?” (10 € pro Nacht konnten erhoben werden, mussten aber nicht) So endeten die drei Tage bei einigen mit einem kleinen Zuschuss für die Haushaltskasse, bei anderen blieb dieselbe allerdings leer.
Abschließend ist zu sagen, dass es anstrengend war, nach vielen Stunden unter Menschen, abends auch immer noch jemanden da zu haben, der Aufmerksamkeit fordert. Andererseits auch schön, sich noch mit jemandem zu unterhalten, der auch Vorträge besucht hat und die Kongressfilme gesehen hat. So entstanden auch abends noch kleine Diskussionsrunden!
So kann man wohl sagen, wenn das Eigene und das Fremde zusammen treffen gibt es vieles, aber nie Langeweile!


Samstag, 29. September 2007 21:12
Hallo,
ich war, zusammen mit einer Freundin, Nutznießerin der Bettenbörse. Meine Gastgeberin war “nur” Nebenfächlerin und deshalb auch nicht in die Organisation, dafür in den Kongress-Besuch involviert. So hatten wir am Abend doch ein wenig Zeit uns zu Unterhalten, meist waren wir aber alle ziemlich erledigt vom vielen Zuhören und im-Hörsaal-sitzen.
Wir haben in einer wunderschönen WG gewohnt, sind allerbestens versorgt worden und haben uns sehr willkommen gefühlt! Die Bettenbörse war für uns eine wunderbare Möglichkeit, sehr günstig zu Übernachten und gleichzeitig etwas über die Volkskunde in Mainz und Leipzig (der dritte Übernachtungsgast) aus allererster Hand zu erfahren. Herzlichen Dank an die Organisatoren und alle Betten-Geber und vor Allem an Jo für die netten Tage!
Schönen Gruß aus Freiburg
Mareike