Schlussdiskussion/ Roundtable: Die Volkskunde auf dem Weg zu den Medien?!

von Fee

Ein Bericht von Esther Kronsbein

abschluss_001.jpgZur Roundtable-Diskussion luden am Ende des Kongresses Andreas Platthaus (Frankfurt/M), Dr. Ute Bechdolf (Tübingen), Prof. Dr. Thomas Hengartner (Hamburg), Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba (Berlin), Prof. Dr. Werner Mezger (Freiburg) und Dr. Martina Schindelka (Mainz). Das Publikum wurde zwar zur Teilnahme herzlich eingeladen, schien allerdings von der spannenden Diskussionsrunde derart eingenommen, dass Nachfragen und Einwände ausblieben.

Die sechs Teilnehmer des Roundtables ließen es sich nicht nehmen, verschiedenste Facetten des Medien-Themas zu beleuchten und gegeneinander aufzuwiegen. Der Fokus der Diskussion lag auf den visuellen und den Printmedien. Ihnen wurde nicht nur auferlegt, der Wissenschaft entgegen zu kommen, indem 30-Sekunden-Interviews und inhaltlose “O-Ton-Abfragen” abgebaut werden sollten.
Darüber hinaus wurden sie als Chance für die Volkskunde erkannt, die ihnen wiederum entgegen kommen müsse, indem Wissenschaftler “erzählen lernen” anstatt den Fernsehzuschauer mit trockenem Fachjargon zu konfrontieren. Außerdem müssten Wissenschaftler im Umgang mit den Medien im engeren Sinne mehr Selbstbewusstsein entwickeln und sich eben nicht mit 30 Sekunden oder halbwahren Aussagen zufrieden geben.
Abschließend wurde die Medialität menschlichen Tuns weit über Fernsehen und Zeitungen hinaus betont und ihre Erforschung im Rahmen des Faches angeraten. Viele Zuhörer bedauerten den pünktlichen Abbruch, auf welchen der Moderator, Andreas Platthaus, ausdrücklich bestand, da während des gesamten Kongresses keinerlei Verspätungen verbucht worden seien.
Die Diskussion machte Platz für ein feierliches Abschluss- und Dankeswort von Herrn Prof. Dr. Hengartner.

Datum: Mittwoch, 26. September 2007, 17:51 Uhr
Themengebiet: Vorträge Trackback: Trackback-URL
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