Sektion III: Konstruktionen vom Eigenen, vom Fremden und von der Heimat
von Judith
Ein Bericht von Esther Kronsbein:

In einem vollbesetzten Hörsaal stellten unter freundlicher Anleitung von Moderatorin und Kommentatorin, Prof. Dr. Silke Göttsch (Kiel), drei Referenten ihre Forschungsergebnisse zur Migrationsforschung vor.
Den Anfang machte Dr. Sabine Zinn-Thomas (Freiburg) mit ihrer Erläuterung der Konstruktion von Fremdbildern am Beispiel der “Russland-Deutschen”. Danach führte Lic. phil. Saskia Klaasen (Bern/ Basel) in die Welt der privaten Fotografie ein, hier mit dem Fokus auf MigrantInnen und die Bedeutung ihrer Fotosammlungen, z.B. als Verbindung zur “Heimat”. Schließlich zeigte PD Dr. Sönke Friedreich (Dresden) mit einer religiös motivierten Auswanderungsbewegung von Deutschland in die USA in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine historische Perspektive der Migrationsforschung auf. Ermuntert von Frau Prof. Dr. Göttsch nahm das Publikum das Angebot zur Diskussion rege wahr. Es wurde u.a. auf die politische Dimension von Fremd- und Feinbildern verwiesen, allerdings waren allgemeine Nachfragen zum methodischen Vorgehen der Referenten während ihrer Forschungen am beliebtesten. Die Sektion war bis zum Schluss gut besucht.

