Prof. Dr. Manfred Faßler: Anthropologie des Medialen

von Peter

Prof. Faßler diskutierte in seinem Eröffnungsvortrag des Kongresses die Bedingungen alltäglicher Medialität. Dabei plädierte er für einen Medienbegriff, der über technische Geräte und ihre Daten hinaus geht und die imaginative Kraft der Menschen integriert. Denn Medialität erzeuge “erfundene Zusatzwelten” für die Menschen, “Informationen sind die Lebensmittel des Gehirns”, betonte dazu der Frankfurter Kulturanthropologe.

Um die Bedeutung des medialen Alltags in Geschichte und Gegenwart zu betrachten, schlug Faßler statt einer Medienarchäologie die “kulturelle Anatomie des Medialen” als wissenschaftlichen Ansatz vor. Damit bleibe in der Auseinandersetzung mit dem Thema der “sinnliche Wahrnehmungszusammenhang” zwischen Medien und ihren Nutzern erhalten. Neu zu definieren seien außerdem Begriffe wie “Massenmedien”. Gerade dieser Terminus lasse sich nicht mehr auf die heutige Zeit anwenden, in der eine globale Netzmedialität mit dem Trend zur Individualisierung herrsche.

Datum: Sonntag, 23. September 2007, 23:41 Uhr
Themengebiet: Vorträge Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben

Login erforderlich